Tierschutz in der Nationalratswahl

Der Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen pro-tier hat an die Parteien, die zur Nationalratswahl antreten, tierschutzbezogene Fragen ausgeschickt. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Mitte August wurde allen Parteien, die zum damaligen Zeitpunkt zur Nationalratswahl am 15. Oktober antreten wollten, ein Fragenkatalog mit tierschutzbezogenen Fragen zum jeweiligen Parteienprogramm zugesendet. Die Fragen bezogen sich grundsätzlich auf Tierschutz, auf Nutztierhaltung bei Schweinen, Geflügel und Rindern sowie auf Tiertransporte, Schlachtungen, Tierversuche, Vögel, Haustiere und die Landwirtschaftspolitik bzw. Alternativen zu Tierprodukten. Eine erste Auswertung und Bewertung der Antworten ist unter http://pro-tier.at/auswertung zu finden.

Antworten liegen vor

Von den 16 kontaktierten Parteien und Listen treten 14 nun tatsächlich zur Wahl an. Davon haben 12 auf die Fragen reagiert, nur sieben haben allerdings tatsächlich den Fragenkatalog beantwortet. Die Antworten der anderen Parteien waren eher allgemeiner Natur, gingen aber nicht auf die konkreten Fragen ein. Die „Neue Bewegung für die Zukunft“ (NBZ) hat nicht auf die Kontaktaufnahme reagiert, die ÖVP hat trotz bestehendem Kontakt und mehrmaliger Fristverlängerung keine Antworten bereitgestellt.

Was passiert mit den Antworten?

Sämtliche Antworten der Parteien wurden wie angekündigt an die Mitglieder des Verbands weitergeleitet. Diese werden die Ergebnisse bewerten und auf ihren eigenen Kanälen weiterverbreiten, um die Informationen möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen. WählerInnen, denen Tierschutz am Herzen liegt, wird dadurch eine Entscheidungshilfe geboten. Das Verbandsmitglied Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat die Antworten der Parteien bereits ausführlich analysiert und auf seine Homepage unter https://vgt.at/wahl2017 geladen. Der gesamte Fragenkatalog wurde unter http://pro-tier.at/fragenkatalog veröffentlicht.